Sonntag, 05. Juli 2020
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Chronik 1950 - 1999

1951 - Brandeinsatz in Breitbrunn.

Im Jahr 1951 wurde die Versicherung für Pferdegespanne bei Löscheinsätzen auf eine Traktorenhaftpflichtversicherung abgeändert.

Im gleichen Jahr wurden auch, einvernehmlich mit der Gemeinde und der Feuerwehr Freiling, die Pflichtbereiche festgelegt. Weiters wurde am 9. August am Dach des Amtsgebäudes der Gemeinde Oftering die erste Sirene installiert. Die Kosten teilten sich zu je einem Drittel die Gemeinde Oftering, FF Freiling und FF Oftering.

1952 - Um der fortschreitenden Technisierung gerecht zu werden, wurde im Mai 1952 ein Traktoranhänger zum Transport der Motorspritze angekauft

1953 - Brand Kirchmayrgut in Hörsching

1954 - Brand Moarhof in Freiling.

Dass die Feuerwehr nicht nur bei Bränden ihren Mann stellte, zeigte der Hochwassereinsatz 1954, bei dem unsere Wehr in Linz eingesetzt war.

1955 - Ein amerikanischer Armeelastwagen Typ Dodge, der als Rüstfahrzeug ausgestattet war, wurde von der FF Freudenstein (Gde. Feldkirchen) angekauft.

1956 - Das 75-jährige Gründungsfest wurde am 12. August 1956 unter dem Kommandanten Hans Breitwieser, Kirchmaier in Oftering 26, abgehalten. 14 Gastfeuerwehren nahmen an der Feier teil, die musikalisch von der Ortsmusik unter Kapellmeister Hans Tempel umrahmt wurde. 11 Feuerwehrmänner wurden für langjährige Mitgliedschaft und Pflichterfüllung ausgezeichnet.

1957

1958 - Die Planung eines Feuerwehrzeughauses, das in Verbindung mit einer Leichenhalle errichtet werden sollte, wurden von Arch. Dipl.-Ing. Roland Ertl erstellt. Kurz darauf wurde mit den Bauarbeiten begonnen und bereits im Dezember 1959 das Bauvorhaben fertig gestellt.

Da die alte Motorspritze aus dem Jahr 1930 den Anforderungen nicht mehr ganz entsprochen hatte, wurde bei der Fa. Rosenbauer eine neue Motorspritze Typ „VW 75 Automatic" angekauft.

1960 - Brand Roithner in Kranzing, 2 Kleinbrände in Breitbrunn und Ufer. Weiters gab es einen Großbrand des Linimayrgutes in Freiling. Das Wohnhaus konnte gerettet werden, jedoch alles was nicht gemauert war, brannte ab. Das Bundesheer kam mit einem Wasserwerfer zur Verstärkung der Feuerwehr-Einsatzkräfte. Durch die starke Wärmestrahlung kam es sogar zur Selbstentzündung von Meterscheitern, die gestapelt neben dem Haus gelagert waren. Glutstöcke haben mehrere Tage lang noch nachgebrannt, was eine sehr langwierige Brandwache nach sich zog.

1963 - Brand Sikora in Gumpolding, Zimmerbrand beim Bundschuh in Freiling.

Im Juni 1963 legte Kommandant Gmeiner seine Funktion zurück, Kamerad Hetzmannseder, Ehmaier in Oftering Nr. 8, wurde zum neuen Kommandanten gewählt.

1964 - Brand Schatzmayr in Kleinhart.

Weiters wurde die erste Rücklage zum Ankauf eines Tanklöschfahrzeuges geschaffen.

1968 - Ein gebrauchtes Tanklöschfahrzeug Type Mercedes L3000 konnte bei der Feuerwehr Gmunden angekauft werden. Dies war das erste Tanklöschfahrzeug in der Gemeinde.

Schon damals wurden zahlreiche Wasserversorgungen durchgeführt. Dazu wurde penibelst auf die Hygiene im Tank geachtet, um die entsprechende Wasserqualität gewährleisten zu können.

Gefüllt wurde der Tank entweder am Hausbrunnen oder bei einem Hydranten im Flughafen, wo bis in die 80er Jahre in den Tankwägen immer ein entsprechender Ausweis mitgeführt wurde, um sich bei der Zufahrt zur Kaserne ausweisen zu können.

1970 - In diesem Jahr wurde ein Land-Rover als Rüstwagen angeschafft, der den alten Dodge ersetzen musste. Weiters musste eine neue Motorspritze gekauft werden, da an der vorhandenen kostspielige Reparaturen erforderlich gewesen wären. Diese war dann bis 1997 im Einsatz und wurde anschließend nach Tirol verkauft.

1972 - Teilnahme mit einer Wettbewerbsgruppe beim Landesbewerb in Grieskirchen

1973 - Großeinsatz bei einem Tankwagenbrand im Bahnhof Hörsching

1974 - Brand Moar in Niederbuch, Mair zu Edt in Unterscharten

1975 - Im Oktober 1975 wurden nach Überprüfung durch die Bezirkshauptmannschaft das Tanklöschfahrzeug abgemeldet, da der Einbau aufwendiger Ausstattungen notwendig gewesen wäre. Angeblich wurde der Mercedes über einen Händler an ein deutsches Feuerwehrmuseum verkauft. Dies lies sich aber auch nach intensiver Recherche leider nicht nachvollziehen.

Bereits im November wurde ein 1000-l-Tanklöschfahrzeug Typ Opel Blitz von der FF Bad Mühllacken gekauft, sodass die volle Einsatzbereitschaft wieder gegeben war. Alle diese Anschaffungen brachten uns große finanzielle Belastungen, die wir nur durch die Spendenfreudigkeit der Bevölkerung, den Erträgen von Veranstaltungen und den Beihilfen von Gemeinde und Land bewältigen konnten.

1976 - 1. Ofteringer Volksfest. Die Veranstaltungen unter freiem Himmel, Waldfeste und dergleichen, waren, bezogen auf die Ertragserwartung, immer ein witterungsbedingtes Risiko, sodass wir auf der Suche nach einer „Überdachung" waren, die uns vom Wetter mehr oder weniger unabhängig machen sollte. Hier machte uns die Familie Kirchmeier, Besitzer des Lehergutes in Oftering Nr. 6, das Angebot, ihren Stadel im Zentrum Ofterings benützen zu dürfen. So konnte das 1. Ofteringer Volksfest in der Zeit vom 25. – 27. Juni 1976 über die Bühne gehen. An dem gut gelungenen, fröhlichen Fest konnten sich nicht nur ca. 1600 Besucher, sondern auch der Kommandant Josef Hetzmannseder, Kassier Hermann Obermayer und Zeugwart Fritz Hagenbuchner erfreuen.

In diesem Jahr wurde auch das erste Funkgerät angeschafft.

1977 - Ankauf der ersten Schaumlöschausrüstung

1978 - Da die Platzverhältnisse im Zeughaus sehr beengt waren, wurde 1978 ein Erweiterungsbau von Kamerad Ing. Sepp Breitwieser geplant und dem Landesfeuerwehrkommando zur Begutachtung vorgelegt. Es stand nur ein ca. 4m breiter Grundstreifen zur Verfügung, sodass nicht alle gewünschten Räume untergebracht werden konnten. Das Landesfeuerwehrkommando empfahl jedoch den Zubau größer auszuführen. Die Gemeinde erwarb daraufhin von den Grundnachbarn Wilhelm und Ilse Traunfellner, Spat in Oftering Nr. 17, einen ca. 2m breiten Grünstreifen. Bei den neuerlichen Planungen konnten die geforderten Räume wie Fahrzeugraum mit Schlauchwaschrinne, Kommandoraum, Abstellraum und sanitäre Anlagen untergebracht werden. Mit den Bauarbeiten wurde im Frühjahr 1979 begonnen und bis zum Herbst war das Gebäude überdacht. Um das Bauvorhaben überhaupt realisieren zu können, war es wegen der hohen Kosten erforderlich, den Großteil der Arbeiten in Eigenregie durchzuführen. Jeder musste zupacken und die Arbeit verrichten, die gerade erforderlich war. 2275 Arbeitsstunden wurden von den Kameraden dabei erbracht.

1979 - Im Sommer 1979 wurden schwere Atemschutzgeräte angeschafft und der entsprechende Lehrgang in der Landesfeuerwehrschule von 3 Kameraden absolviert.

Weiters waren Kameraden nach einem schweren Sturm am 7. Juni im Bezirk Eferding im Einsatz.

1980 - Im Oktober 1980 wurde die Sirenenfunksteuerung installiert.

Das schönste Geburtstagsgeschenk zum „Hunderter" im folgenden Jahr machte sich wohl die Feuerwehr selbst. Am 12. Oktober 1980 wurde vom Kommando einstimmig der Beschluss gefasst, ein LFB (Löschfahrzeug mit Bergeausrüstung) anzukaufen.
Der Kaufvertrag mit der Fa. Rosenbauer in Leonding wurde im November 1980 abgeschlossen.

1981 - Die Auslieferung bzw. Übernahme des neuen Einsatzfahrzeuges erfolgte am 19. Jänner 1981.

Von 27. – 31.5.1981 wurde das 100-jährige Bestandsjubiläum gefeiert. Zu den Feierlichkeiten konnten 409 Kameraden von 25 Feuerwehren begrüßt werden. Höhepunkte waren die Segnung des neuen Einsatzfahrzeuges und des Erweiterungsbaues des Feuerwehrhauses.

Die erste Bewährungsprobe für das neue Fahrzeug war der Bauernhausbrand bei der Fam. Schätz am 25. Juli 1981. 120 Feuerwehrkameraden von 15 Feuerwehren kämpften gegen den Brand des Wirtschaftsgebäudes. Durch das beherzte eingreifen der Brüder Netherer konnte der gesamte wertvolle Rinderbestand gerettet werden.

1985 - Kellerbrand bei der Fam. Meindlhumer

1988 - Brand im Heuboden bei der Fam. Essbichl, Trindorf am 23. Dezember

1989 - Erster Westernball in der Mehrzweckhalle Oftering

1990 - Am 1. März 1990 fegte ein Orkan mit bis zu 160km/h über Oberösterreich. Auch in Oftering mussten die Kameraden zu Einsätzen wegen umgestürzter Bäume und abgedeckten Dächern ausrücken.

Weiters brannte es in Oberbuch in einem Nebengebäude eines Bauernhofes.

1991 - Ein neues "Löschfahrzeug mit Bergeausrüstung" wird in Dienst gestellt. Weiters wird mit dem Fahrzeug auch eine neue Tragkraftspritze „FOX" angekauft. Das LFB wurde nach Groß St. Florian bei Leibnitz in die Steiermark verkauft.

1992

1993 - Erstmals wurde von der Gemeinde Oftering für Kinder eine Kinderferienaktion veranstaltet. Auch die FF Oftering bot den Kindern einen Nachmittag lang ein interessantes und abwechslungsreiches Programm. In den Jahren 1993-1994 wurde von Kamerad Dipl.-Ing. Buschek in mühevoller Handarbeit ein Pflichtbereichsplan erstellt, welcher den Einsatzkräften bis 2006 wertvolle Dienste leistete.

1994 - Am 1. Mai wurden die Kameraden zu einem Fahrzeugbrand gerufen. Ein Vollbrand des Fahrzeuges konnte zwar verhindert werden, doch trotzdem war ein Toter zu beklagen. Erstmals wurde eine groß angelegte Gemeinschaftsübung im Lawog – Freiling 69 veranstaltet, zu der die Feuerwehren Axberg, Nettingsdorf, Freiling, Traun und Oftering kamen. Das Foto zeigt dem Blick aus dem Drehleiterkorb aus 30m Höhe.

1995 - Im Winter 1994/95 war das Flachdach des Feuerwehrhauses bereits so desolat, dass in der Fahrzeughalle eine große Wasserpfütze gefror, und damit der Weg der Kameraden zu einer lebensgefährlichen Rutschbahn wurde. Von Kommandant Hetzmannseder und Bürgermeister Lindenbauer wurden daher sofort Gespräche für eine Sanierung und zeitgemäße Erweiterung des Feuerwehrhauses aufgenommen. Binnen kürzester Zeit konnten die von BGM Ing. Norbert Lindenbauer selbst erstellten Pläne den Gremien vorgelegt und noch im Jahr 1995 mit dem Umbau begonnen werden.

1996 - Nach zahlreichen Neueintritten in die Feuerwehr wurde wieder eine Bewerbsgruppe unter der Leitung von Oliver Wänke zusammengestellt, die beim Landesbewerb in Vöcklabruck das Abzeichen in Silber erwarb. Ein schwerer Verkehrsunfall ereignete sich bei der Allee der Ofteringer Straße am 17. November. Die verletzte Person musste mit Spreizer und Schere aus dem Fahrzeug befreit werden und konnte dann dem Rettungsteam von Martin 2 übergeben werden.

Am frühen Abend des 24. Dezembers wurden die Kameraden – meist gerade mitten in der weihnachtlichen Bescherung – zu einem Brandeinsatz beim Mayr zu Kirchstetten gerufen. In einem gerade im Endausbau befindlichen Haus hatte der Besitzer in die Holzheizung nochmals nachgelegt, um diese vor Frostschäden zu schützen. Nachdem der Besitzer das Haus verlassen hatte, kam es vermutlich durch zu starke Hitzeentwicklung im Kamin zu einer Durchzündung, welche zu einer meterhohen Stichflamme führte. Dies bemerkte zufällig ein Nachbar, welcher sofort richtigerweise die Einsatzkräfte verständigte. Als diese eintraf, war aber von einem Feuer weit und breit nichts mehr zu sehen. Schnell wurde die wahre Ursache erkannt, und zur Abkühlung der Heizung und des Kamins wurde die Heizung von den Kameraden ausgeräumt. Nach einer weiteren Kontrolle des Kamins rückten die Kameraden wieder ein.

1997 - Kurz vor dem Freilinger Feuerwehrhaus ereignete sich am 4. März ein schwerer Verkehrsunfall. Das Fahrzeug stieß gegen einen Baum und legte diesen um. Das Fahrzeug war stark deformiert, der Motor wurde Meter neben dem Fahrzeug gefunden.

Das 1975 angekaufte Tanklöschfahrzeug musste außer Dienst gestellt werden. Als kurzfristiger Ersatz wurde von der FF Weißkirchen ein TLF 2000-60 Trupp angeschafft und um Förderung eines neuen Tanklöschfahrzeuges angesucht.

Das neue Feuerwehrhaus – seit jeher am gleichen Standort neben der Kirche im Ofteringer Zentrum – wurde im August feierlich geweiht. Am selben Tag wurde der Gemeinde Oftering auch offiziell durch LH Pühringer das Gemeindewappen verliehen, welches am Ofteringer Feuerwehrhaus, als erstem Gebäude in Oftering, noch vor der abendlichen Eröffnungsfeier angebracht wurde.

1998 - Bei der Jahreshauptversammlung gab es ein Novum für die FF Oftering, die erste Frau – Bernadette Schätz - trat der Feuerwehr bei.

Am 22. Juni wurden die Ofteringer Feuerwehren zu einem Verkehrsunfall gerufen. Leider mussten die Kameraden feststellen, dass das Ehrenmitglied der FF Oftering – Fritz Wurm – bei dem Unfall ums Leben kam.