Mittwoch, 20. November 2019

Tipps

Brandklassen

Brandklasse A:

Brände fester Stoffe hauptsächlich organischer Natur, die normalerweise unter Glutbildung verbrennen.
Beispiele: Holz, Kohle, Papier, Textilien

Brandklasse B:

Brände von flüssigen und flüssig werdenden Stoffen. (Dazu zählen auch Stoffe, die durch die Temperaturerhöhung flüssig werden!
Beispiele: Benzin, Alkohol, Teer, Wachs, viele Kunststoffe

Brandklasse C:

Brände von Gasen
Beispiele: Ethin, Wasserstoff, Erdgas

Brandklasse D:

Brände von Metallen
Solche Brände sind eher selten und deshalb wird meist nicht das passende Löschmittel von der Feuerwehr mitgeführt. Daher sollte die Feuerwehr darüber informiert werden, wenn ein Metallbrand vorliegt. Ein Löschversuch mit Wasser würde außerdem zu einer sehr heftigen Reaktion oder gar Explosion führen, da das Wasser durch die Hitze und eine chemische Reaktion (Dissoziation) zum Teil in seine Bestandteile Wasserstoff und Sauerstoff zerlegt. Der Sauerstoff beschleunigt die Verbrennung explosionsartig und der Wasserstoff fackelt zusätzlich ab. Unter Umständen kann es sogar zu einer Knallgasreaktion kommen.
Beispiele: Aluminium, Magnesium, Natrium

Brandklasse F:

Brände von Speisefetten und -ölen in Frittier- und Fettbackgeräten und anderen Kücheneinrichtungen und -geräten" Fettbrand. 
Hintergrund für die Ausgliederung dieser Stoffe aus der Brandklasse B ist die Tatsache, dass die Standardlöschmittel für die Brandklassen A, B und C auf diese Stoffe nur sehr bedingt einsetzbar sind.
Beispiele: Speiseöl, Speisefett

Weitere Informationen zu Brandklasse F:

Mit Erscheinen der DIN EN 2 (Brandklassen) im Januar 2005 ist neben den bisher bekannten Brandklassen A, B, C und D jetzt auch die Brandklasse F aufgenommen worden. Die Brandklasse F beinhaltet Fettbrände in Frittier- und Fettbackgeräten und anderen Kücheneinrichtungen und -geräten.

Hintergrund
Prinzipiell gehören Fette der Brandklasse B an, jedoch werden Fettbrände wegen ihrer besonderen Gefahren und Eigenheiten ab sofort einer gesonderten Brandklasse F zugerechnet.

Besonders problematisch sind Fettbrände deshalb, weil Löschversuche mit Wasser fast zwangsläufig zur Fettexplosion führen. Ursache dafür ist der sogenannte Siedeverzug zu dem es kommt, wenn ein flüssiges wässriges Löschmittel ins heiße Fett eingebracht wird und in diesem absinken kann. Daher verbieten sich Wasser- und auch normale Schaumlöscher, da dort meist ein maßgeblicher Teil des Löschmittels, wohl durch die Art der Düse (Sprühschaumdüse), flüssig abgegeben wird.

Löschversuche brennender Fette und Öle mit Pulver- oder CO2-Löschern enden in vielen Fällen nicht erfolgreich, da nach Abnahme der Löschmittelkonzentration aufgrund fehlender Abkühlung schon nach kurzer Zeit eine Rückzündung der Brandgutes erfolgt; vom Löschmittelschaden durch das Pulver einmal ganz abgesehen.

Nach neueren Erkenntnissen sind Löschdecken zum Löschen von Fettbränden nicht geeignet. Es lässt sich feststellen, dass die Feuerlöschdecken (Wolle, Baumwolle, Glas-, Nomex- und Kevlargewebe) durch das hohe "Hitzepotential" durchbrennen. Weiterhin kondensieren in den Decken die heißen Fettdämpfe und sorgen für eine Entzündung der Decken (Dochteffekt) und somit zwangläufig auch für eine Brandausbreitung.
  
Als simpelste Lösung - bei Friteusen meistens nicht möglich - bietet sich ein trockener Topfdeckel an. Nach Abstellen der Energiezufuhr zur Kochstelle lässt sich ein Fettbrand damit effektiv ersticken. Vorsicht vor Kondenswasser an benutzten Kochdeckeln, das abtropfende Wasser kann bereits zu einer Fettexplosion mit schweren Verletzungen und Schäden führen!

Auf Grund der ganzen vorher genannten Gründe, gibt es seit einiger Zeit auch spezielle Fettbrandlöscher, die über eine besondere Düse und unter Umständen auch über ein spezielles Löschmittel verfügen; die Eignung für Fettbrände ist auf dem Löscher angegeben.

Spenden

Auch wenn die Finanzierung der Feuerwehr grundsätzlich der öffentlichen Hand obliegt, freuen wir uns über jede Spende, um Investitionen in Geräte und persönliche Schutzausrüstung rascher durchführen zu können.

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BIC RZOOAT2L170

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