Dienstag, 12. Dezember 2017

Chronik

Chronik der FF Oftering

Die Feuerwehr Oftering kann auf eine lange Geschichte zurückblicken. Am 14.09.1881 wurde unsere Wehr vom damaligen Gemeindevorsteher Michael Kirchmeier gegründet. Damit ist die Feuerwehr Oftering eine der der ältesten Wehren Oberösterreichs.

Im September 2006 feierten wir unser 125-jähriges Bestandsjubiläum. Für diese Feierlichkeit wurde eine neue Festschrift erstellt, die die neben zahlreichen lesenswerten Rubriken natürlich auch die Geschichte seit der Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Oftering zum Inhalt hat.

 

 

Unsere "50er"

... ein halbes Jahrhundert im Dienste der Allgemeinheit

^

Stellvertretend für alle Mitglieder, die schon seit den 40ern bzw. 50ern aktiv bei der Feuerwehr tätig sind, möchten wir hier einige Erinnerungen von 3 Kameraden veröffentlichen, die zusammen auf 161 Jahre aktive Mitgliedschaft in der FF Oftering kommen.

Veranstaltungen: Ab 50er Jahren gab es immer im Juli ein eintägiges Waldfest an der Haltestelle in Oftering im Gmeiner Holz (heutiger Spielplatz des Gasthauses zur Haltestelle). Damals schon konnten jedes Jahr hunderte Besucher begrüßt werden. Beim Wagenhuber (ehem. Haus neben GH Haltestelle) wurde eine Fahrradwache gestellt, damit die Fahrräder der Gäste auch beim Ende der Veranstaltung noch da waren. Weiters gab es ebenfalls beim GH Haltestelle ein Maibaumaufstellen mit Maibaumkraxeln. Im Winter wurde in der Spat-Wiesn ein Pferdeschlittenrennen in den 50ern veranstaltet. Bis 1969 wurden außerdem Feuerwehrbälle im GH Hochmayr veranstaltet, dann in der neu gebauten Mehrzweckhalle Maskenbälle.

Einsätze: Der Einsatz beim Mayr z‘Edt am 1.5.1974 war die letzte Einsatzfahrt des Mercedes TLF. Durch einen Wasserpumpenschaden blieb der Wagen beim Kranlzmoar liegen. Aus dem Löschwassertank wurde Wasser in den Kühler gefüllt und die Rückfahrt ins Zeughaus angetreten.

Einen Winter brannte es bei Mayr z‘Jebenstein. Durch die extrem niedrigen Temperaturen froren die Schläuche ein. Mittels eines Holzwagens wurden die gefrorenen Schläuche der FF Oftering zurückgefahren um beim Spat im Stall zum auftauen gebracht! Heute absolut unvorstellbar: Bei einer Einsatzfahrt zu einem Brand in Trindorf musste die Feuerwehr trotz Blaulicht und Folgetonhorn minutenlang am Bahnübergang an der Haltestelle warten, bis der Schrankenwärter die Straße wieder freigab.

Weiters war es bei einem 2. Brand in Trindorf wieder so kalt, dass Feuerwehrfahrzeuge umliegender Feuerwehren schon bei der Anfahrt liegen blieben, weil der Diesel ausflockte. Dann gefror an manchen Tankwagen die Leitung vom Wassertank zur Pumpe, was die Fahrzeuge ebenfalls außer Gefecht setzte. Zu einem vermeintlichen Großbrand rückten die Kameraden nach Hausleiten zum Rohrer aus. Nach der Anfahrt stellte sich jedoch heraus, dass der Anrufer nur das beim Rohrer veranstaltete Sonnwendfeuer sah.

Einhellig war die abschließende Meinung, dass die psychologische Bewältigung tragischer Einsätze damals nur durch die starke Kameradschaft möglich war – die Kameraden waren die ersten Ansprechpartner und mussten auch Psychologe sein. Professionell organisierte Hilfe, wie sie heute angeboten wird, war damals unvorstellbar.

 

Kommandanten

^

1881 bis 1893 - Michael Kirchmeier, Lehner Oftering 6

1893 bis 1900 - Johann Traunfellner, Spat Oftering 17

1900 bis 1906 - Mathias Hochmair, Wimmer Oftering 24

ab 1906 - Karl Hochmair, Gastwirt Oftering 12

nach dem 1. Weltkrieg bis 1928 - Johann Preining, Gutsverwalter beim Linemayr

1928 bis 1934 - Franz Roithmair, Niedermayr, Oftering 21

1934 bis 1935 - Johann Kirchmeier, Lehner, Oftering 6

1935 bis 1938 - Rudolf Wörister, Humer, Hausleiten

1938 bis 1945 - Johann Obermayr, Grabäugl, Oberbachham

1945 bis 1949 - Josef Meindlhumer, Höranderl, Oftering 23

1949 bis 1951 - Leopold Obermair, Ehmaier, Oftering 8

1951 bis 1953 - Rudolf Netherer, Fleischhauer, Oftering 5

1953 bis 1954 - Hans Bidmon, Maler, Unterholz

1954 bis 1958 - Johann Breitwieser, Kirchmayr, Oftering 26

1958 bis 1963 - Hans Gmeiner, Gattermaier, Trindorf 1

1963 bis 1988 - Josef Hetzmannseder, Ehmaier, Oftering 8

1988 bis 2003 - Reinhold Hetzmannseder, Oftering

2003 bis 2010 - Martin Schätz, Oftering (legte am 15.12.2010 seine Position zurück)

2010 bis 2011 - Georg Meindlhumer, Oftering (vom 15.12.2010 bis 14.1.2011)

2011 bis 2012 - Reinhold Hetzmannseder, Oftering

seit 2013 - Josef Hetzmannseder, Oftering

 

Fahrzeuge und Geräte

^

1930 - Ankauf der ersten Motorspritze und entsprechender Schläuche

1952 - Kauf eines Traktoranhängers für den Transport der Motorspritze.

1955 - Als Rüstfahrzeug wurde aus den Beständen der Amerikanischen Armee ein LKW Typ Dodge angeschafft.

1955 Ruest Dodge

1960 - Die 1930 gekaufte Motorspritze wurde durch eine "VW 75 Automatic" der Fa. Rosenbauer ersetzt

1968 - Ankauf eines Mercedes Benz L 3000 als TLF

1968 TW MBL300

1970 - Der Dodge wurde durch einen Landrover ersetzt

1970 KLF Landrover

1970 - Die 1960 gekaufte Motorspritze wurde durch eine Neue ersetzt.

Diese wurde als Reservepumpe auch noch im 1990 angekauften LFB-A als zweite Pumpe eingebaut, 1995 aber verkauft, da die FOX für unsere Feuerwehr völlig ausreichend war.

1975 - Ankauf eines TLF 1000 "Opel Blitz" von der Fa. Rosenbauer

1975 TLF1000

1976 - Das erste Funkgerät wird angekauft

1977 - Das TLF wird mit einer Schaumlöschausrüstung ausgestattet

1979 - Anschaffung von 3 Atemschutzgeräten, Typ "PA 58"

1989 - Der Landrover wird durch ein LFB auf Mercedes 508 ersetzt.

1981 LFB

1990 - Das LFB wird durch ein LFB-A(2) auf Steyr 10S18 4x4 mit Aufbau der Fa. Rosenbauer ersetzt

1995 - Ankauf eines gebrauchten TLF 2000-60 von der Feuerwehr Weißkirchen als Ersatz für das TLF 1000 auf Opel Blitz. Da dieses Fahrzeug die erwartete Lebenszeit nicht erreichte, musste es als "kurzfristige" Übergangslösung angeschafft werden

1999 - Ankauf von drei neuen Atemschutzgeräten "PA 94 PLUS"

2003 - Auslieferung des neuen TLF-A 2000/200 auf Steyr 14S28 4x4 mit Aufbau "ATII" der Fa. Rosenbauer

 

Protokoll der 48. Generalversammlung vom 13. März 1930

... was vor 78 Jahren die Kameraden bewegte

^

Die Protokollübersetzung von der 48. Generalversammlung am 13.3.1930 im Hochmayr‘ Gasthaus in Oftering.

Herr Obmannstellvertreter Franz Roithmayr begrüßte alle anwesenden Kameraden mit freundlichen Worten, insbesondere begrüßte er die Herren Gemeindevorsteher mit Herrn Bürgermeister Angermeier, sowie die Kameraden von der Feuerwehr Freiling und eröffnete somit die 48. Generalversammlung. Als erster Punkt der Tagesordnung, erfolgte der Jahres-Tätigkeitsbericht der Wehr, sodann wurde die Geldgebahrung des Herrn Kassier Haberfellner verlesen. Als Kassa-Revisor wurden Herr Wänke und Herr Fischer gewählt, die dieselbe geprüft und für richtig befunden wurde. Herr Wänke erteilte dem Kassier die Entlastung. Herr Bürgermeister Angermayr übernahm dann den Vorsitz und es wurde zur Wahl geschritten. Es wurde einstimmig Herr Franz Roithmair zum Obmann gewählt. Außerdem wurden gewählt zum Obmannstellertreter Johann Kirchmayr und Josef Lehner, Kassier Herr Haberfellner, Stellvertreter Herr Franz Fischer, Schriftführer Stellvertreter Johann Obermayr Grabeigl Bachham und zum Hornwart Josef. Herr Bürgermeister Angermayr dankte im Namen der Gemeinde beiden Wehren, für Ihr zusammenwirken, ein dreimaliges Gut-Heil aus. Hernach wurde mit den Vertretern der Fa. Rosenbauer betreffs Ankauf einer Motorspritze unterhandelt, wurden aber nicht einig. [...]

 

1785 - 1899

Brände in Oftering bis 1881

^

1785 - Winklmaierhaus, Oftering 7

1850  - Fellner, Ledererhaus, Fleischhauer in Oftering

1855 - Kirchmayrgut, Oftering 26

1860 - Öhlstampferhaus, Kirchstetten 15

1861 - Ehmairgut, Oftering 8

1863 - Schloß Freiling

1866 - Riedl, Freiling 20 u. Bauer am Berg

1870 - Niederbrandtmairgut in Niederbachham und einige Zeit später Hödl, Scharling und Steinhauser in Mitterbachham sowie Backhaus des Oberbrandtmairgutes in Niederbachham (Funkenflug)

1873 - Humergut in Hausleiten

1874 - Außerscharlinggut/Unterneufahrn u. Oberbrandtmairgut/Niederbachham

1876 - Ackerl in Kirchstetten

1877 - Scherhaufergut in Kirchstetten 13

1880 - Veichtlbindergut in Niederbachham

1881 - Die zahlreichen Brände in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts von Bauernhäusern im Ort Oftering und in den benachbarten Ortschaften, es waren von 1850 bis 1881 22 Stück, dürften der Anlass zur Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Oftering im Jahre 1881 gewesen sein.

Unter dem Gemeindevorsteher Bürgermeister Michael Kirchmeier, Besitzer des Lehnergutes in Oftering Nr. 6, wurde am 14.September 1881 die Freiwillige Feuerwehr Oftering gegründet. Michael Kirchmeier wurde auch der erste Obmann der Feuerwehr. Weitere Gründungsmitglieder waren: Johann Traunfellner, Besitzer des Spatgutes in Oftering Nr. 17, Josef Roithner, Besitzer des Rohrergutes in Hausleiten Nr. 5, Alois Obermaier, Gastwirt in Freiling Nr. 3, Franz Huemer, Ackerl in Kirchstetten Nr. 6, und Franz Gebauer, Sattlermeister in Oftering Nr. 11.

Noch im gleichen Jahr, beim Brand des Kirchmaiergutes in Oftering Nr. 26, erfolgte die erste Bewährungsprobe für die Feuerwehr Oftering.

1883 - Zwei Jahre nach der Gründung folgte der erste Großeinsatz, als in Hausleiten das Rohrergut, Kamptnergut und Eisengrabergut gleichzeitig abbrannten.

1885 - Brand des Gasthaus, Oftering 1

1890 - Der wohl größte Einsatz war aber zweifellos jener, der fast auf den Tag genau im 10. Jahr nach der Gründung erforderlich war, nämlich am 30. September 1890, als fast der gesamte Ort Oftering ein Raub der Flammen wurde.

Beginnend im Krämerhaus, Oftering 28 durch Funkenflug bei Westwind weiter zum Spatengut Nr. 17, Spatenbackhaus Nr. 18, Häuslschuster Nr. 19, Bachschuster Nr. 20, Höranderlgut Nr. 23, samt Backhaus Nr. 36, dann drehte der Wind auf Ost und übertrug den Brand zum Wimmergut Nr. 24, samt Backhaus Nr. 25, Kirchmayrgut Nr. 26, Schmiedhaus Nr. 29 und Nr. 30, Gasthaus Nr. 12, Baderhaus Nr. 13, Schule und Totengräberhaus.

Auch die Kirche war in größter Gefahr, der FF Kirchberg-Thening gelang es jedoch, das Gotteshaus zu retten. Das Häuslschusterhaus und das Baderhaus wurden dem Erdboden gleich gemacht. Im ganzen Land Oberösterreich wurde für die Abbrändler gesammelt.

Eine Woche später brannte das Minichmayrgut in Oberbuch 2 total nieder.

1891 - Brand durch Blitzschlag des neu gebauten Stadls beim Lehner

1893 - Am 29. Jänner 1893 fanden unter dem Kommandanten Johann Traunfellner, der diese Funktion bis zum Jänner 1900 innehatte, Neuwahlen für das Kommando statt. Das Kommando bestand damals aus dem Kommandanten, seinem Stellvertreter, dem Kassier, dem Schriftführer, dem Requisitenmeister und 3 Zugführern sowie 3 Ersatzausschüssen.

Dem I. Zug gehörten die Steiger an, dem II. Zug die Spritzmannschaft und dem III. Zug die Schutzmannschaft. Der Mitgliederstand betrug damals 49 aktive sowie 10 Ehren- bzw. unterstützende Mitglieder.

1897 - Brand Höranderlgut, Wimmergut und Kirchmayrgut in Oftering durch Brandstiftung.

 

1900 - 1937

^

1900 - Im Jänner 1900 wurde Johann Traunfellner zum Ehrenkommandanten ernannt und Mathias Hochmaier, Besitzer des Wimmergutes in Oftering Nr. 24 zum Kommandanten gewählt.

Nach dem Jänner 1902 bis zum Jahre 1938 existieren keine Aufzeichnungen mehr seitens der Feuerwehr. In der Pfarrchronik wurden jedoch zahlreiche, die Feuerwehr Oftering betreffende Ereignisse festgehalten. Für die Festschrift zum 100-jährigen Bestandsjubiläum wurde das Pfarrarchiv dankenswerterweise vom damaligen Pfarrer August Krenn zur Verfügung gestellt.

1906 - Am 28. November 1906 wurde unter Kommandant Karl Hochmaier jun., Gastwirt in Oftering Nr. 12, das 25-jährige Gründungsjubiläum gefeiert. Als Ehrengäste waren der K. u. K. Amtsleiter und Oberkommissär Alfred Schindler von der BH Linz-Land, Gemeindevorsteher Michael Kirchmeier, Lehner in Oftering, mit den Gemeindeausschüssen, Landtags- und Reichtagsabgeordneter und Bezirksfeuerwehrkommandant Johann Kreilmair, anwesend. Nach dem feierlichen Gottesdienst begann vor dem Lehner-Stadl die weltliche Feier. K. u. K. Amtsleiter Spindler überreichte an 7 Mitglieder Kaiserliche Auszeichnungen für 25-jährige treue Dienste, und zwar an: Michael Kirchmeier als Ehrenmitglied, sowie an Josef Roithner, Alois Obermaier, Franz Huemer, Franz Gebauer, Johann Hoflehner und Mathias Meindl als aktive Mitglieder. Als Festredner fungierten Ehrenmitglied Pfarrer Stenzer, Gemeinderat Johann Traunfellner, Abgeordneter Kreilmair und Oberlehrer Hackl.

1907 - Brand Grabäugl in Oberbachham

1908 - Brand Randsölde in Freiling 8

1912 - Brand Bauer am Berg durch Brandstiftung

1923 - Brand Mairhäusl, Kirchstetten 17.

Im Jahr 1923 fand im Gasthaus Obermaier, Danhofer in Freiling, ein Bestkegelscheiben statt. Es wurden 5000 Stände zu je 2000 Kronen verkauft. Der Ertrag betrug 10 Millionen Kronen und wurde zur Anschaffung von Monturen und Requisiten verwendet. Die Preisverleihung, 21 Beste, fand Ende Mai statt und wurde vom Obmann Johann Preining, Gutsverwalter des Linimaiergutes in Freiling vorgenommen. Was um den Millionenbetrag, es herrschte doch starke Inflation, angeschafft werden konnte, darüber schweigt die Chronik. Solche und ähnliche Veranstaltungen sowie Gartenfeste und Feuerwehrbälle, deren Erträge zur Aufbesserung des Kassastandes dienten, sind in der Chronik zahlreich vermerkt, und dienen auch heute noch als Haupteinnahmequelle.

1924 - Brand Wirtschaftsgebäude des Rauschergutes in Oberbachham, Wirt in Kranzing, Bergmaiergut in Oberndorf durch Funkenflug beim Maschinedreschen

1926 - Brand Scheune und Stallungen des Krämerhauses in Oftering 28, Salzschneidergut in der Heid, Zotenbauer in Hörsching, Oberbauer in Grillparz, Spat in Oberndorf 3, 2 Überländen des Schmoiglgutes in Breitbrunn, 2 Überländen des Fischergutes in Breitbrunn, 1 Überlände in Mitterbachham 5, Ratzenböckhäusl in Mitterbahham.

1927 - Welch wichtige Einrichtung die Feuerwehr war, geht aus dem Bericht über das Jahr 1926 hervor. Bei der Generalversammlung im Februar 1927 wurde vermerkt, dass die Feuerwehr Oftering im Jahr 1926 zu 10 Bränden im Gemeindegebiet und der näheren Umgebung ausrücken musste. Im Jahr 1927 wurde ein Schlauchturm an das Feuerwehrhaus angebaut. Zu folgenden Bränden musste in diesem Jahr ausgerückt werden: Brand Stieglmairgut in Breitbrunn, Schlachthofbaracke des ehem. Gefangenenlagers in der Heid, Scheune des Schwarzmaiergutes in Oberndorf 1, Backhaus in Niederbachham 8

1928 - Brand Rauscherhäusl in Oberbachham 8, Obereckmayrgut in Lehen/Holzhausen

1929 - Brand Rauscherhäusl in Wiesleitnergut in Unterneufahrn, Mayr und Schalk Krämer in Kirchstetten

1930 - Um sich eine Vorstellung über die Größenordnung der Erträge machen zu können sei erwähnt, dass im Februar 1930 beim Feuerwehrball ein Geißbock um 75,-- Schilling versteigert wurde, was etwa 2 Monatsverdiensten eines qualifizierten Landarbeiters entsprochen hatte.

Um die zahlreichen Brände wirksamer bekämpfen zu können, wurde im eine Motorspritze und entsprechende Schläuche angeschafft. Die Einweihungsfeier, an der 11 Gastfeuerwehren teilnahmen, fand am 31. August bei der „Kaiserlinde" neben dem Depot statt.

1931 - Brand Steinhausergut in Mitterbachham, Holzhütte beim Gasthaus zur Haltestelle

1932 - Am 21. August 1932 wurde das 50-jährige Gründungsfest unter dem Kommandanten Franz Roithmaier, Niedermaier in Oftering Nr. 21, gefeiert. Als Gäste konnten Abordnungen von 13 Feuerwehren, die mit Pferdefuhrwerken und Fahrrädern angereist waren, begrüßt weden. Nach dem Festgottesdienst fand beim Kriegerdenkmal eine Heldenehrung statt, an die sich das Defilee vor den Honoratioren auf der Ehrentribüne beim Krämerhaus anschloss. Am Nachmittag fand die Ehrung langjähriger Mitglieder statt. Für 50 Jahre: Michael Kirchmeier, Josef Roithner, Alois Obermayer. Für 40 Jahre: Michael Karigl, Mathias Oberbauer und Johann Wenke. Der Reinertrag dieser Feierlichkeit betrug S 1.145,33.

Brand Niedermairgut in Intenham, Mairhausergut in Breitbrunn

1933 - Brand Überlände Schwarzmayr in Oberndorf, Scheune vom Eislmayrgut und Angerlehnergütl in Kirchstetten

1934 - Das Depot wurde renoviert u. eingewölbt. Brand Fellnerhaus, Oftering 1

1935 - Der Gründungsobmann der Freiwilligen Feuerwehr Oftering, Herr Michael Kirchmeier ist im Oktober 1935 im 88. Lebensjahr verstorben und wurde unter großer Anteilnahme der Feuerwehr und der Bevölkerung in Thening zu Grabe getragen.

1937 - Die freiwilligen Feuerwehren, die bisher als Vereine galten, wurden 1937 zu „Körperschaften des öffentlichen Rechtes" erklärt.

 

1938 - 1974

^

1938 - Brand Backhäusl Scheck in Oberbachham.

Beim Anschluss Österreichs an Deutschland wurden die Feuerwehren zur Feuerschutzpolizei erklärt. Die damals selbständige Feuerwehr Freiling wurde als Löschzug in die Feuerwehr eingegliedert. Da während des 2. Weltkrieges alle wehrfähigen Männer eingerückt waren, wurden die 14- bis 16-jährigen Buben in der so genannten HJ-Feuerwehr für die Feuerwehr- und Luftschutzdienst ausgebildet.

Wehrführer während des 2. Weltkrieges war Johann Obermeier, Grabäugl in Oberbachham.

1939 - Brand Niedermayrgut in Oftering

1945 - Brand Höllhumergut in Jebenstein.

Die erste Wahl nach dem 2. Weltkrieg fand am 14. Oktober 1945 statt, Josef Meindlhumer, Höranderl in Oftering Nr. 23, wurde zum Wehrführer gewählt und blieb dies bis 1949.

1951 - Brandeinsatz in Breitbrunn.

Im Jahr 1951 wurde die Versicherung für Pferdegespanne bei Löscheinsätzen auf eine Traktorenhaftpflichtversicherung abgeändert.

Im gleichen Jahr wurden auch, einvernehmlich mit der Gemeinde und der Feuerwehr Freiling, die Pflichtbereiche festgelegt. Weiters wurde am 9. August am Dach des Amtsgebäudes der Gemeinde Oftering die erste Sirene installiert. Die Kosten teilten sich zu je einem Drittel die Gemeinde Oftering, FF Freiling und FF Oftering.

1952 - Um der fortschreitenden Technisierung gerecht zu werden, wurde im Mai 1952 ein Traktoranhänger zum Transport der Motorspritze angekauft

1953 - Brand Kirchmayrgut in Hörsching

1954 - Brand Moarhof in Freiling.

Dass die Feuerwehr nicht nur bei Bränden ihren Mann stellte, zeigte der Hochwassereinsatz 1954, bei dem unsere Wehr in Linz eingesetzt war.

1955 - Ein amerikanischer Armeelastwagen Typ Dodge, der als Rüstfahrzeug ausgestattet war, wurde von der FF Freudenstein (Gde. Feldkirchen) angekauft.

1956 - Das 75-jährige Gründungsfest wurde am 12. August 1956 unter dem Kommandanten Hans Breitwieser, Kirchmaier in Oftering 26, abgehalten. 14 Gastfeuerwehren nahmen an der Feier teil, die musikalisch von der Ortsmusik unter Kapellmeister Hans Tempel umrahmt wurde. 11 Feuerwehrmänner wurden für langjährige Mitgliedschaft und Pflichterfüllung ausgezeichnet.

1957

1958 - Die Planung eines Feuerwehrzeughauses, das in Verbindung mit einer Leichenhalle errichtet werden sollte, wurden von Arch. Dipl.-Ing. Roland Ertl erstellt. Kurz darauf wurde mit den Bauarbeiten begonnen und bereits im Dezember 1959 das Bauvorhaben fertig gestellt.

Da die alte Motorspritze aus dem Jahr 1930 den Anforderungen nicht mehr ganz entsprochen hatte, wurde bei der Fa. Rosenbauer eine neue Motorspritze Typ „VW 75 Automatic" angekauft.

1960 - Brand Roithner in Kranzing, 2 Kleinbrände in Breitbrunn und Ufer. Weiters gab es einen Großbrand des Linimayrgutes in Freiling. Das Wohnhaus konnte gerettet werden, jedoch alles was nicht gemauert war, brannte ab. Das Bundesheer kam mit einem Wasserwerfer zur Verstärkung der Feuerwehr-Einsatzkräfte. Durch die starke Wärmestrahlung kam es sogar zur Selbstentzündung von Meterscheitern, die gestapelt neben dem Haus gelagert waren. Glutstöcke haben mehrere Tage lang noch nachgebrannt, was eine sehr langwierige Brandwache nach sich zog.

1963 - Brand Sikora in Gumpolding, Zimmerbrand beim Bundschuh in Freiling.

Im Juni 1963 legte Kommandant Gmeiner seine Funktion zurück, Kamerad Hetzmannseder, Ehmaier in Oftering Nr. 8, wurde zum neuen Kommandanten gewählt.

1964 - Brand Schatzmayr in Kleinhart.

Weiters wurde die erste Rücklage zum Ankauf eines Tanklöschfahrzeuges geschaffen.

1968 - Ein gebrauchtes Tanklöschfahrzeug Type Mercedes L3000 konnte bei der Feuerwehr Gmunden angekauft werden. Dies war das erste Tanklöschfahrzeug in der Gemeinde.

Schon damals wurden zahlreiche Wasserversorgungen durchgeführt. Dazu wurde penibelst auf die Hygiene im Tank geachtet, um die entsprechende Wasserqualität gewährleisten zu können.

Gefüllt wurde der Tank entweder am Hausbrunnen oder bei einem Hydranten im Flughafen, wo bis in die 80er Jahre in den Tankwägen immer ein entsprechender Ausweis mitgeführt wurde, um sich bei der Zufahrt zur Kaserne ausweisen zu können.

1970 - In diesem Jahr wurde ein Land-Rover als Rüstwagen angeschafft, der den alten Dodge ersetzen musste. Weiters musste eine neue Motorspritze gekauft werden, da an der vorhandenen kostspielige Reparaturen erforderlich gewesen wären. Diese war dann bis 1997 im Einsatz und wurde anschließend nach Tirol verkauft.

1972 - Teilnahme mit einer Wettbewerbsgruppe beim Landesbewerb in Grieskirchen

1973 - Großeinsatz bei einem Tankwagenbrand im Bahnhof Hörsching

1974 - Brand Moar in Niederbuch, Mair zu Edt in Unterscharten

 

1975 - 1981

^

1975 - Im Oktober 1975 wurden nach Überprüfung durch die Bezirkshauptmannschaft das Tanklöschfahrzeug abgemeldet, da der Einbau aufwendiger Ausstattungen notwendig gewesen wäre. Angeblich wurde der Mercedes über einen Händler an ein deutsches Feuerwehrmuseum verkauft. Dies lies sich aber auch nach intensiver Recherche leider nicht nachvollziehen.

Bereits im November wurde ein 1000-l-Tanklöschfahrzeug Typ Opel Blitz von der FF Bad Mühllacken gekauft, sodass die volle Einsatzbereitschaft wieder gegeben war. Alle diese Anschaffungen brachten uns große finanzielle Belastungen, die wir nur durch die Spendenfreudigkeit der Bevölkerung, den Erträgen von Veranstaltungen und den Beihilfen von Gemeinde und Land bewältigen konnten.

1976 - 1. Ofteringer Volksfest. Die Veranstaltungen unter freiem Himmel, Waldfeste und dergleichen, waren, bezogen auf die Ertragserwartung, immer ein witterungsbedingtes Risiko, sodass wir auf der Suche nach einer „Überdachung" waren, die uns vom Wetter mehr oder weniger unabhängig machen sollte. Hier machte uns die Familie Kirchmeier, Besitzer des Lehergutes in Oftering Nr. 6, das Angebot, ihren Stadel im Zentrum Ofterings benützen zu dürfen. So konnte das 1. Ofteringer Volksfest in der Zeit vom 25. – 27. Juni 1976 über die Bühne gehen. An dem gut gelungenen, fröhlichen Fest konnten sich nicht nur ca. 1600 Besucher, sondern auch der Kommandant Josef Hetzmannseder, Kassier Hermann Obermayer und Zeugwart Fritz Hagenbuchner erfreuen.

In diesem Jahr wurde auch das erste Funkgerät angeschafft.

1977 - Ankauf der ersten Schaumlöschausrüstung

1978 - Da die Platzverhältnisse im Zeughaus sehr beengt waren, wurde 1978 ein Erweiterungsbau von Kamerad Ing. Sepp Breitwieser geplant und dem Landesfeuerwehrkommando zur Begutachtung vorgelegt. Es stand nur ein ca. 4m breiter Grundstreifen zur Verfügung, sodass nicht alle gewünschten Räume untergebracht werden konnten. Das Landesfeuerwehrkommando empfahl jedoch den Zubau größer auszuführen. Die Gemeinde erwarb daraufhin von den Grundnachbarn Wilhelm und Ilse Traunfellner, Spat in Oftering Nr. 17, einen ca. 2m breiten Grünstreifen. Bei den neuerlichen Planungen konnten die geforderten Räume wie Fahrzeugraum mit Schlauchwaschrinne, Kommandoraum, Abstellraum und sanitäre Anlagen untergebracht werden. Mit den Bauarbeiten wurde im Frühjahr 1979 begonnen und bis zum Herbst war das Gebäude überdacht. Um das Bauvorhaben überhaupt realisieren zu können, war es wegen der hohen Kosten erforderlich, den Großteil der Arbeiten in Eigenregie durchzuführen. Jeder musste zupacken und die Arbeit verrichten, die gerade erforderlich war. 2275 Arbeitsstunden wurden von den Kameraden dabei erbracht.

1979 - Im Sommer 1979 wurden schwere Atemschutzgeräte angeschafft und der entsprechende Lehrgang in der Landesfeuerwehrschule von 3 Kameraden absolviert.

Weiters waren Kameraden nach einem schweren Sturm am 7. Juni im Bezirk Eferding im Einsatz.

1980 - Im Oktober 1980 wurde die Sirenenfunksteuerung installiert.

Das schönste Geburtstagsgeschenk zum „Hunderter" im folgenden Jahr machte sich wohl die Feuerwehr selbst. Am 12. Oktober 1980 wurde vom Kommando einstimmig der Beschluss gefasst, ein LFB (Löschfahrzeug mit Bergeausrüstung) anzukaufen.
Der Kaufvertrag mit der Fa. Rosenbauer in Leonding wurde im November 1980 abgeschlossen.

1981 - Die Auslieferung bzw. Übernahme des neuen Einsatzfahrzeuges erfolgte am 19. Jänner 1981.

Von 27. – 31.5.1981 wurde das 100-jährige Bestandsjubiläum gefeiert. Zu den Feierlichkeiten konnten 409 Kameraden von 25 Feuerwehren begrüßt werden. Höhepunkte waren die Segnung des neuen Einsatzfahrzeuges und des Erweiterungsbaues des Feuerwehrhauses.

Die erste Bewährungsprobe für das neue Fahrzeug war der Bauernhausbrand bei der Fam. Schätz am 25. Juli 1981. 120 Feuerwehrkameraden von 15 Feuerwehren kämpften gegen den Brand des Wirtschaftsgebäudes. Durch das beherzte eingreifen der Brüder Netherer konnte der gesamte wertvolle Rinderbestand gerettet werden.

 

1982 - 1999

^

1985 - Kellerbrand bei der Fam. Meindlhumer

1988 - Brand im Heuboden bei der Fam. Essbichl, Trindorf am 23. Dezember

1989 - Erster Westernball in der Mehrzweckhalle Oftering

1990 - Am 1. März 1990 fegte ein Orkan mit bis zu 160km/h über Oberösterreich. Auch in Oftering mussten die Kameraden zu Einsätzen wegen umgestürzter Bäume und abgedeckten Dächern ausrücken.

Weiters brannte es in Oberbuch in einem Nebengebäude eines Bauernhofes.

1991 - Ein neues "Löschfahrzeug mit Bergeausrüstung" wird in Dienst gestellt. Weiters wird mit dem Fahrzeug auch eine neue Tragkraftspritze „FOX" angekauft. Das LFB wurde nach Groß St. Florian bei Leibnitz in die Steiermark verkauft.

1992

1993 - Erstmals wurde von der Gemeinde Oftering für Kinder eine Kinderferienaktion veranstaltet. Auch die FF Oftering bot den Kindern einen Nachmittag lang ein interessantes und abwechslungsreiches Programm. In den Jahren 1993-1994 wurde von Kamerad Dipl.-Ing. Buschek in mühevoller Handarbeit ein Pflichtbereichsplan erstellt, welcher den Einsatzkräften bis 2006 wertvolle Dienste leistete.

1994 - Am 1. Mai wurden die Kameraden zu einem Fahrzeugbrand gerufen. Ein Vollbrand des Fahrzeuges konnte zwar verhindert werden, doch trotzdem war ein Toter zu beklagen. Erstmals wurde eine groß angelegte Gemeinschaftsübung im Lawog – Freiling 69 veranstaltet, zu der die Feuerwehren Axberg, Nettingsdorf, Freiling, Traun und Oftering kamen. Das Foto zeigt dem Blick aus dem Drehleiterkorb aus 30m Höhe.

1995 - Im Winter 1994/95 war das Flachdach des Feuerwehrhauses bereits so desolat, dass in der Fahrzeughalle eine große Wasserpfütze gefror, und damit der Weg der Kameraden zu einer lebensgefährlichen Rutschbahn wurde. Von Kommandant Hetzmannseder und Bürgermeister Lindenbauer wurden daher sofort Gespräche für eine Sanierung und zeitgemäße Erweiterung des Feuerwehrhauses aufgenommen. Binnen kürzester Zeit konnten die von BGM Ing. Norbert Lindenbauer selbst erstellten Pläne den Gremien vorgelegt und noch im Jahr 1995 mit dem Umbau begonnen werden.

1996 - Nach zahlreichen Neueintritten in die Feuerwehr wurde wieder eine Bewerbsgruppe unter der Leitung von Oliver Wänke zusammengestellt, die beim Landesbewerb in Vöcklabruck das Abzeichen in Silber erwarb. Ein schwerer Verkehrsunfall ereignete sich bei der Allee der Ofteringer Straße am 17. November. Die verletzte Person musste mit Spreizer und Schere aus dem Fahrzeug befreit werden und konnte dann dem Rettungsteam von Martin 2 übergeben werden.

Am frühen Abend des 24. Dezembers wurden die Kameraden – meist gerade mitten in der weihnachtlichen Bescherung – zu einem Brandeinsatz beim Mayr zu Kirchstetten gerufen. In einem gerade im Endausbau befindlichen Haus hatte der Besitzer in die Holzheizung nochmals nachgelegt, um diese vor Frostschäden zu schützen. Nachdem der Besitzer das Haus verlassen hatte, kam es vermutlich durch zu starke Hitzeentwicklung im Kamin zu einer Durchzündung, welche zu einer meterhohen Stichflamme führte. Dies bemerkte zufällig ein Nachbar, welcher sofort richtigerweise die Einsatzkräfte verständigte. Als diese eintraf, war aber von einem Feuer weit und breit nichts mehr zu sehen. Schnell wurde die wahre Ursache erkannt, und zur Abkühlung der Heizung und des Kamins wurde die Heizung von den Kameraden ausgeräumt. Nach einer weiteren Kontrolle des Kamins rückten die Kameraden wieder ein.

1997 - Kurz vor dem Freilinger Feuerwehrhaus ereignete sich am 4. März ein schwerer Verkehrsunfall. Das Fahrzeug stieß gegen einen Baum und legte diesen um. Das Fahrzeug war stark deformiert, der Motor wurde Meter neben dem Fahrzeug gefunden.

Das 1975 angekaufte Tanklöschfahrzeug musste außer Dienst gestellt werden. Als kurzfristiger Ersatz wurde von der FF Weißkirchen ein TLF 2000-60 Trupp angeschafft und um Förderung eines neuen Tanklöschfahrzeuges angesucht.

Das neue Feuerwehrhaus – seit jeher am gleichen Standort neben der Kirche im Ofteringer Zentrum – wurde im August feierlich geweiht. Am selben Tag wurde der Gemeinde Oftering auch offiziell durch LH Pühringer das Gemeindewappen verliehen, welches am Ofteringer Feuerwehrhaus, als erstem Gebäude in Oftering, noch vor der abendlichen Eröffnungsfeier angebracht wurde.

1998 - Bei der Jahreshauptversammlung gab es ein Novum für die FF Oftering, die erste Frau – Bernadette Schätz - trat der Feuerwehr bei.

Am 22. Juni wurden die Ofteringer Feuerwehren zu einem Verkehrsunfall gerufen. Leider mussten die Kameraden feststellen, dass das Ehrenmitglied der FF Oftering – Fritz Wurm – bei dem Unfall ums Leben kam.

 

2000 - 2006

^

2000 - Ein Überholmanöver am Ortseingang von Breitbrunn führte zu einem schweren Verkehrsunfall mit einem Schwerverletzten und einem Toten.

Nach 21 Jahren mussten die PA 54 Atemschutzgeräte gegen drei neue PA 94 PLUS Geräte ersetzt werden. Weiters wurde Ende des Jahres eine digitale Pateralarmierung in der Einsatzzentrale installiert und die analogen Pager gegen digitale getauscht, wodurch die Kameraden nun zeitgemäß und selbst alarmiert werden können Da der Landesfeuerwehrbewerb in unserem Bezirk stattfand, war auch die FF Oftering wieder mit einer Bewerbsgruppe in St. Florian vertreten.

2002 - Auch die FF Oftering war aktiv bei der Hochwasserkatastrophe im Einsatz. Begonnen hat alles am Freitag, 9. August, als die erste Hochwasserwelle bereits abgeklungen war. Die Kameraden waren zwei Tage lang bei der Fa. Hödlmayr im Einsatz, wo laut Medienberichten zufolge ca. 4000 Autos beschädigt bzw. zerstört worden waren. Oftering wurde am Montag, 12. August vom Hochwasser getroffen. Bis Mittwochabend wurden Keller ausgepumpt und die Lage langsam wieder unter Kontrolle gebracht, jedoch mussten keine derart großen Schäden verzeichnet werden, wie in anderen Gebieten. Nachdem die zweite Hochwasserwelle in den bereits vorher stark getroffenen Gebieten im Marchland unvorstellbare Schäden angerichtet hat, wurde beschlossen, zur Hilfeleistung ab Donnerstag, 15. August in den Bezirk Perg, Gemeinde Baumgartenberg zu fahren. Nach dem OK durch Bürgermeister und Bezirksfeuerwehrkommandant machten sich 13 Kameraden mit dem LFB-A und Privatfahrzeugen auf in Perg. Bereits die Anfahrt gestaltete sich schwierig, da viele Straßen entlang der Donau noch immer überflutet waren. In den drei Tagen der Hilfeleistung war die FF Oftering durch die Ortskenntnis und persönliche Kontakte des damaligen Kommandanten Reinhold Hetzmannseder quasi als autarke Einheit in Mettensdorf unterwegs. Unzählige Keller und Häuser wurden ausgepumpt, ausgeräumt und so gut es ging gereinigt.

2003 - Das Jahr begann mit dem Ende einer Ära. Reinhold Hetzmannseder legte die Funktion des Kommandanten nach 15 Jahren erfolgreicher Arbeit zurück. In seiner Amtszeit wurden beide Einsatzfahrzeuge durch moderne Neufahrzeuge ersetzt, das Feuerwehrhaus großzügig erweitert und zahlreiche Neumitglieder traten der Feuerwehr bei. Aufgrund dieser Leistungen wurde Reinhold Hetzmannseder zum Ehrenkommandanten der FF Oftering ernannt. Weiters wurde ihm bei der Fahrzeugweihe im September das oberösterreichische Feuerwehrverdienstkreuz dritter Stufe verliehen. Zu seinem Nachfolger wurde Martin Schätz gewählt.

Ein Waldbrand im Kürnberger Wald forderte unser altes TLF 2000/60 eines der letzten Male bei einem Einsatz – doch auch dieser harte Einsatz wurde noch ohne Probleme absolviert.

Am 29. Juli wurde das neue TLF-A 2000/200 bei der Fa. Rosenbauer übernommen – dies ist das erste neue Tanklöschfahrzeug im Pflichtbereich. Geweiht wurde das Fahrzeug am 14. September – am Tag genau 122 Jahre nach der Gründung der FF Oftering. Das alte TLF 2000/60 wurde auf die griechische Insel Samos verkauft, und versieht dort auch weiterhin den Dienst.

Nach dem Hochwasser-Jahr 2002 suchte uns 2003 der Rekordsommer heim, was zu Problemen in der Wasserversorgung von Ofteringer Haushalten führte. Insgesamt wurden 34 Wasserversorgungs-Einsätze absolviert.

Für 6 Ofteringer Atemschutzträger bot sich die Möglichkeit, an einer Übung in einem Atemschutzübungscontainer realitätsnah die Brandbekämpfung zu trainieren.

Bei einem Verkehrsunfall am 15. August an der Ortseinfahrt konnte der Fahrer nur mehr schwer verletzt geborgen werden und verstarb 4 Tage später im Krankenhaus.

2004 - Am 24. März wurden wir in den Flughafen Hörsching alarmiert, wo ein großes Zelt – welches als Lagerhalle verwendet wurde – im Vollbrand stand.

2005 - Zum ersten Mal wurde der „Ofter-Ring" als Rennstrecke für das Crazy Race Seifenkistenrennen genützt, und den Piloten und Zuschauern bei der Premiere eine tolle Veranstaltung geboten.

2006 - Der Winter 2005/2006 ging als sehr schneereich in die Geschichte ein. In manchen Gebieten erreichten und überschritten die Schneemassen allerdings die zulässigen Tragfähigkeitswerte vieler Dächer. Die Lage spitze sich Mitte Februar dermaßen zu, dass tausende Feuerwehrmänner zum Schneeschaufeln ausrücken mussten. Am 11., 13. und 14. Februar waren Kameraden in Bad Ischl und Ebensee im Einsatz gegen die Schneemassen – ein wahrlich nicht alltäglicher Einsatz, der wieder an die physischen Grenzen führte. So wurden zum Beispiel am Fahrzeugmuseum in Lauffen bei Bad Ischl von 18 Kameraden aus Oftering und Weißenberg geschätzte 800t Schnee an diesem Tag bewegt.

 

2007 - 2013

^

2007 - Mit 75 Einsätzen wurde ein neuer Höchstwert erreicht. Mehrere größere Brände und der Sturm Kyrill stechen aus der Einsatzstatistik heraus

2008 - Turnnusmäßig wurde das Kommando neu gewählt. Schriftführer Oliver Wänke legte seine Position zurück, neuer Schriftführer wurde Roland Weber

2009 - Erneut wurden die Kameraden zu einem Schnee-Einsatz überörtlich alarmiert. Aus dem Bezirk Linz-Land fuhren zahlreiche Feuerwehren nach Laussa, um die durch starken Wind angehäuften Schneemengen von Dächern zu schaufeln

2010 - Martin Schätz legt am 15. Dezember die Position des Kommandanten zurück. Bis zur Wahl im Jänner führt OBI Georg Meindlhumer die Feuerwehr

2011 - Bei der Wahl am 14. Jänner wird E-HBI Reinhold Hetzmannseder erneut zum Kommandanten gewählt

2013 - Bei der Wahl wird Josef Hetzmannseder zum Kommandanten gewählt

2016 - Stefan Hetzmannseder legt aus privaten Gründen seine Funktion als Kdt-Stv zurück. Neuer Kommandat-Stellvertreter wird David Maier.

2017-  Andreas Brummeier, wird nach der Wahl von David Maier zum Kdt-Stv, zum Zugskommandanten ernannt.

 

 

 

 

Spenden

Auch wenn die Finanzierung der Feuerwehr grundsätzlich der öffentlichen Hand obliegt, freuen wir uns über jede Spende, um Investitionen in Geräte und persönliche Schutzausrüstung rascher durchführen zu können.

IBAN AT90 3417 0800 0445 0482

BIC RZOOAT2L170

Infos zur Absetzbarkeit ihrer Spende ab 2017 finden sie hier

 

FFO Logo

Besucher

Heute 9

Gestern 20

Woche 29

Monat 184

Insgesamt 153419